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Klimafreundlich einkaufen

Frau Sylvia Hank – Referentin für Faire Gemeinde und Ökofaire Beschaffung der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Hauptabteilung Weltkirche –

war bei uns zu Gast, um uns Informationen und Anregungen zu geben. Eingerahmt in Zitate von Papst Franziskus, in denen er die Pflicht der Christen zur Bewahrung der Schöpfung fordert, stellte sie uns verschiedene Modelle vor. Wenn wir die sieben Stufen der Nachhaltigkeitspyramide, die von der ersten Stufe „Nutze, was du hast“ bis zur Spitze, „Kaufe neu“ viele Möglichkeiten aufzeigt, umsetzen, gibt es viele Möglichkeiten nachhaltiger und klimafreundlicher zu leben.
Beim Einkauf soll die Klimabilanz des Produkts beachtet werden. D.h. Flächen-, Wasser- und Rohstoffverbrauch, die Art der Herstellung und Verarbeitung, die Transportmenge und -wege, die Aufbewahrung, Nutzung und die Möglichkeiten zum Recycling.
Im Dschungel der verschiedenen Sigel für Lebensmittel gilt, dass „Bio“ nur verwendet werden darf, wenn ein europäischer Mindeststandard eingehalten wird. Der Begriff „Fair“ ist nicht geschützt und kann frei verwendet werden. „Fairer Handel“ und „Fairtrade“ sind jedoch geschützt und stehen ebenfalls für einen Mindeststandard.
Wir sind aufgerufen neben unserem persönlichen Verhalten auch auf politische Gremien einzuwirken.
Ganz praktisch könnte in der Gemeinde Kaffee aus fairem Handel ausgeschenkt werden, Ökostrom bezogen werden, bei Festen das vegetarische Gericht Standard sein, Müll getrennt werden, Ökopapier verwendet werden u.v.m. Das Sigel „Faire Gemeinde“ kann dabei unterstützen.
Im privaten Umfeld sind regional und saisonal einkaufen, die Devise „Teller statt Tonne“ (Resteverwertung), Kauf von Second Hand Textilien und Mehrwegflaschen einkaufen einige Möglichkeiten.
Allgemein gilt: Schwerpunkte setzen, Verbündete suchen und wertschätzen, was bereits funktioniert.
Nach der Präsentation schloss sich eine Diskussion an und die Anwesenden hatten die Möglichkeit Frau Hank weitere Fragen zu stellen.
Zur weiteren Vertiefung in das Thema hat Frau Hank umfangreiches Aufklärungsmaterial zum Mitnehmen mitgebracht. Wir danken Frau Hank für die Informationen.
E. Frank

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